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Maerkische Allgemeine 13.05.2008

FEST: Von Maeusezirkus bis Ritterturnier

Das 10. Brandenburger Rolandfest bot Mittelalter fuers Auge und zum Anfassen, Kosten und Amuesieren

Das Programm las sich gut: Dabei war lange nicht alles, was wirklich zu sehen war, auch Teil der Ankuendigung.  Alle die, die sich auf den Weg ins Slawendorf und zum Festgelaende um das Altstaedtische Rathaus herum auf den Weg gemacht haben, kamen voll auf ihre Kosten. Die Tuch- und Feuerkuenstlerin Ashra ist mehr Begeisterung gewohnt, war vom Publikum enttaeuscht. Der grosse historische Umzug vom Dom bis zum Rathaus mit zahlreichen Bildern aus der Brandenburger Stadtgeschichte am Sonntag hat den Knoten platzen lassen. Viele der Umzugsteilnehmer und Gaeste liessen sich von der mittelalterlichen Stimmung einfangen und schauten sich das Geschehen an. Bis nach Mitternacht war das Festgelaende gefuellt. Die Spielleute von Ligatur und InSpeculum zauberten eine fast perfekte Stimmung auf den Marktplatz, die spaet-abendliche Feuershow von Ashra tat ihr Uebriges. Junge Leute in historischen Kostuemen und viele andere Gaeste genossen den lauen Pfingstsonntagabend.

Einer der Handwerker, die ein seltenes Gewerbe vorfuehrten, ist Trippenbauer Udo Frankenstein. Trippen sind Schutzschuhe, die die Menschen im Mittelalter unter ihre feinen Lederschuhe gezogen haben. Eine Holzsohle mit Lederriemen bot Schutz vor Strasenmatsch. Frankenstein war mit dem Interesse an seinem Stand zufrieden. Immer wieder erklaerte er Neugierigen sein Gewerk.

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